CJG St. Ansgar

Neues Angebot UMSTEIGEN für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren

Gemeinsam mit dem Jobcenter Rhein-Sieg bietet CJG St. Ansgar Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aufgrund ihrer individuellen Lebenssituation Schwierigkeiten haben, schulisch oder beruflich Fuß zu fassen, Information, Beratung und Begleitung an.

Wenn junge Menschen – mit und ohne Jugendhilfeerfahrung – volljährig werden, sind sie nicht selten mit der Verantwortung für ihr Leben überfordert. Formal können sie frei über ihr Leben bestimmen und alle Entscheidungen selbstständig treffen, tatsächlich haben einige den Bezug zu Schule, Ausbildung, beruflicher Perspektive oder sogar zu einem geregelten Tagesablauf verloren. „Über eine niederschwellige, aufsuchende sozialpädagogische Arbeit möchten wir die jungen Menschen erreichen und ihnen wieder einen Zugang zu Sozialleistungen, Schule und dem Arbeitsmarkt ermöglichen“, erklärt Sascha Dinspel, Einrichtungsleiter von CJG St. Ansgar.

Das gemeinsame Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene in Hennef sowie in der Region Eitorf und Windeck. Ohne vorherige Anmeldung können die jungen Menschen in die Anlaufstellen von UMSTEIGEN zur offenen Sprechstunde und zu vereinbarten Einzelterminen kommen. „Eine flexible Erreichbarkeit, auch zu unkonventionellen Zeiten, aufsuchende Arbeit auf Straßen und Plätzen, über Telefon, Smartphone und soziale Medien soll einen niederschwelligen Einstieg in das Projekt ermöglichen“, macht die zuständige Bereichsleitung Nina Bürvenich deutlich.

Nach erfolgreicher Ansprache kommt es zu einem Beratungsprozess, bei dem Fachkräfte von CJG St. Ansgar die jungen Menschen motivieren, informieren, beraten und begleiten. Ängste und Vorbehalte gegenüber den Behörden und Institutionen sollen abgebaut und strukturelle wie persönliche Entwicklungspotenziale benannt und bearbeitet werden. „Unsere Kontakte zu den Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind immer freiwillig“, sagt Sven Riedel, Teamleiter von UMSTEIGEN. „Wir möchten sie zur Mitwirkung ermuntern und akzeptieren ihre unterschiedlichen Lebenswelten. Gleichzeitig betrachten wir die individuelle Lebenssituation kritisch und zeigen neue Perspektiven auf“.

Spätestens in der Abschlussphase ist die Einbeziehung des Jobcenters Rhein-Sieg vorgesehen. „Unser Ziel ist die Anbindung der teilnehmenden jungen Menschen an das Jobcenter, die Agentur für Arbeit oder an die kommunalen Jugendämter“, so Jan Rathke, Fachkoordinator U25 im Jobcenter Rhein-Sieg. Damit verbunden wären dann die regelmäßige Wahrnehmung von Terminen, die Betreuung über eine Integrationsfachkraft und die Inanspruchnahme von finanziellen Leistungen und weiterführenden Integrationsangeboten. „Die Unterstützung der jungen Menschen hin zu einem selbstbestimmten Leben und damit die Chance zu ermöglichen am sozialen, aber auch beruflichen Leben teilzunehmen, sollte langfristig ein Ziel des Projekts sein, um den jungen Menschen Perspektiven zu bieten und dem bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dabei sollte aber auch das System Familie nicht außer Acht gelassen werden, sondern als positiver Verstärker genutzt werden“, sagt Anja Roth, Leitung Operativ im Jobcenter Rhein-Sieg.

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